{"id":1525,"date":"2018-10-19T15:49:52","date_gmt":"2018-10-19T13:49:52","guid":{"rendered":"http:\/\/abenteuerpiloten.de\/?p=1525"},"modified":"2018-10-19T19:31:44","modified_gmt":"2018-10-19T17:31:44","slug":"mit-12-uls-nach-marokko-gegrounded-in-granada","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/abenteuerpiloten.de\/?p=1525","title":{"rendered":"Mit 12 ULs nach Marokko &#8211; gegrounded in Granada"},"content":{"rendered":"<p>Nach der Landung kommt gleich Jamie und der Tankwagen. Jamie sagt mir, dass die Lotsen etwas komisch waren aber, nachdem er die Mail weitergeleitet hat, nun wohl alles in Ordnung ist. Nachdem alle getankt haben, fahren wir fr\u00f6hlich in das Hotel, (<a href=\"http:\/\/www.losangeleshotelgranada.com\/\">http:\/\/www.losangeleshotelgranada.com\/<\/a>) wo die schnelle Truppe schon am Swimmingpool liegt.<\/p>\n<p>Zuerst plansche ich, zusammen mit Robert, ausgiebig im Wasser. Danach geht es auf Erkundungstour durch die Stadt. Die Alhambra k\u00f6nnen wir leider nicht besichtigen, da die Karten schon seit Tagen ausgebucht sind. Dies ist ein Nachteil bei einer Reise mit Flugger\u00e4ten, bei denen man vom Wetter abh\u00e4ngig ist. Man kann nicht im Voraus sagen, ob man wirklich zur geplanten Zeit am gew\u00fcnschten Ort ist. Deswegen ist es schwierig, Dinge fest zu buchen, was die Organisation einer solchen Reise aufwendig macht. Karten f\u00fcr die Alhambra sind beim besten Willen nicht mehr aufzutreiben. Aber auch der frei zug\u00e4ngliche Teil ist interessant und das Abendessen mit der ganzen Gruppe in einem Lokal, das von au\u00dfen an einen oberbayrischen Biergarten erinnert, ist unterhaltsam. Von Brathendl und Schweinshaxn ist aber weit und breit keine Spur. Das Angebot ist spanisch und sehr lecker (<a href=\"http:\/\/www.kioskorestaurantelastitas.com\/\">http:\/\/www.kioskorestaurantelastitas.com\/<\/a>).<\/p>\n<p>Robert und ich haben nach dem Essen noch keinen Feierabend. Wir arbeiten die Route f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag aus. Den Flug nach Afrika! Was mich ein bisschen beunruhigt ist der Levante, der starke Wind, der h\u00e4ufig zwischen Europa und Afrika bl\u00e4st. Es ist eine Windgeschwindigkeit von 30 Knoten mit B\u00f6en bis zu 50 Knoten vorhergesagt. Wir haben nur eine M\u00f6glichkeit um mit allen Maschinen sicher nach Marokko zu kommen. Wir m\u00fcssen auf mindestens 8.000 Fu\u00df steigen. Dies widerspricht zwar den spanischen UL Vorschriften, unter 1.000 Fu\u00df \u00fcber Grund zu bleiben. Mit Flugplan und unter der Aufsicht der FIS ist es aber kein Problem h\u00f6her zu fliegen, denken Robert und ich. Dies ist die Erfahrung aus vielen Fl\u00fcgen von uns und \u00a0von anderen UL-Piloten \u00a0in Spanien. Sorgen macht mir h\u00f6chstens, dass wir in der langsamen Gruppe vom Sprit \u00a0limitiert sind und bei den Windbedingungen eine Landung in Tanger oder Tetouan nicht m\u00f6glich ist. Wir m\u00fcssen bis Fes durchfliegen. Nach langem Rechnen, mit gro\u00dfz\u00fcgigem Spritverbrauch bin ich beruhigt. Es ist f\u00fcr alle, mit ausreichender Reserve, fliegbar. Die Strecke f\u00fchrt 170 km \u00fcber das Meer. Es sei denn Malaga l\u00e4sst uns Midfiled crossing machen. Ein Umfliegen landseitig ist leider wegen der eingeschr\u00e4nkten Spritkapazit\u00e4t unserer langsamen Gruppe nicht m\u00f6glich. Au\u00dferdem wei\u00df\u00a0der Rotax \u00a0nicht, dass unter uns nur Wasser ist und wir haben alle Schwimmwesten dabei. Es gibt auch gen\u00fcgend Schiffe. Der Gedanke beruhigt mich etwas. Aber am besten einfach nicht daran denken. Auch bei Fl\u00fcgen \u00fcber Grund gibt es nicht immer passende Landem\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Die Sonne scheint, die Taxen stehen um 8 Uhr bereit. In Granada ist es windstill und auch der Levante ist noch nicht so stark, wie vorhergesagt. Super, denke ich. Einem entspannten Flug ins Land von tausendundeiner Nacht steht nichts mehr im Wege.<\/p>\n<p>Ich steige fr\u00f6hlich aus dem Taxi, da kommt Jamie, wie ein nerv\u00f6ses Huhn mit den Armen wedelnd, auf mich zu. \u201eThe AESA (Spanische Luftfahrtbeh\u00f6rde) have withdrawn the starting permission for your group\u201c, sagt er aufgeregt zu mir. \u201eH\u00e4\u00e4\u00e4\u201c, denke ich. Was soll denn das? Wir haben doch die Erlaubnis vom Flughafenmanager. Robert glaubt es zuerst gar nicht. Er sagt zu Jamie, dass das ja wohl nicht sein kann und wir jetzt zu den Maschinen gehen. Leider ist es doch so. Robert und ich gehen nicht zu unseren Flugzeugen, sondern zu dem Flughafenmanager, der mir die Mail gesendet hat. Die Gruppe setzt sich erst mal auf die Stufen vor dem Verwaltungsgeb\u00e4ude. Eine andere Sitzm\u00f6glichkeit gibt es nicht. Nun wird es spannend. Der Mailversender telefoniert, Jamie telefoniert, dann telefonieren auch Robert und ich. Und zwar mit dem Chef der Fluglotsen von Andalusien. Zuerst spricht dieser mit mir. Er spricht \u2013 dies ist w\u00f6rtlich gemeint. Es ist kein Gespr\u00e4ch, das aus Dialogen besteht, es ist ein Monolog. Er h\u00e4lt mir einen Vortrag, dass wir nicht in eine Kontrollzone einfliegen d\u00fcrfen. Meine Einw\u00e4nde, dass wir die schriftliche Erlaubnis daf\u00fcr haben und dass sie ja unseren Flugplan h\u00e4tten ablehnen k\u00f6nnen, nimmt er \u00fcberhaupt nicht zur Kenntnis. Irgendwann lege ich ohne Resultat auf. Auch die anderen beiden Herren erreichen nichts. Nun ruft Robert noch mal bei dem Oberlotsen an. Er scheint einen besseren Draht zu ihm zu haben als ich. Zumindest h\u00f6rt es sich mehr nach Dialog an. Letztendlich war es aber auch keiner. Robert hat einfach nur gegen ihn angeplappert. Leider ebenfalls ohne Erfolg. Ich versuche nun die Telefonnummern, die ich von der AESA habe anzurufen. Auch dies ohne jeglichen Erfolg. Bei keiner der ver\u00f6ffentlichten Nummern nimmt jemand ab. Auch auf meine Mails, die ich an alle AESA Mailadressen, die ich habe schreibe, reagiert niemand. Die Zeit vergeht, ohne dass sich auch nur das Geringste bewegt. Jamie versichert uns st\u00e4ndig, dass er so etwas noch nie erlebt hat. \u201eJede Woche landen und starten hier Ultraleichtflugzeuge aus ganz Europa ohne die geringsten Probleme, so etwas gab es hier noch nie\u201c, meint er. Dies n\u00fctzt uns nur leider nichts. Auch sonst hat er nicht wirklich n\u00fctzliche Ideen, um unsere Situation zu verbessern. Der Flughafenmanager l\u00e4sst sich inzwischen vorsichtshalber gar nicht mehr blicken. Hilfreiche Telefonnummern hat auch niemand. Aber Jamie hat Mitleid mit unseren Leuten auf der Treppe. Er f\u00e4hrt sie in ein Restaurant in der N\u00e4he. Ist zwar nicht das, was wir m\u00f6chten, aber immerhin gibt es dort St\u00fchle. Robert und ich versuchen alle Hebel in Bewegung zu setzen, die uns einfallen. Mein erster Hilfeschrei geht, wie immer, an Heike Wieland, der 2. Vorsitzenden des DULV. Sie nimmt sich unserem Problem sofort an und kontaktiert Yago Osset, den Pr\u00e4sidenten des spanischen UL- Verbandes. Yago meldet sich auch sofort bei mir und verspricht seine Hilfe. Jamie wird pl\u00f6tzlich wieder aufgeregt. Er ist am Telefon und reicht dieses nun an Robert weiter. Der Oberlotse ist dran und meint, dass er uns die Starterlaubnis erteilt. Das sind gute Nachrichten! Jamie sammelt schnell die Gruppe im Restaurant ein und wir gehen frohgemut durch die Sicherheits- und Passkontrolle.<\/p>\n<p>Da klingelt wieder das Telefon von Jamie. Der Tower von Granada teilt mit, dass uns die AESA keinen Start erlaubt. Es ist ihr v\u00f6llig egal, was der Oberlotse und der Flughafenmanager von Granada sagen oder schreiben. Wir haben am Boden zu bleiben \u2013 und damit Ende der Diskussion! Ich frage mich \u201ewelche Diskussion\u201c? Mit uns hat keiner geredet, geschweige denn diskutiert. Wir kommen an niemanden von der AESA ran. Selbst die Lotsen und der Flughafen-Operations-Security-was-auch-immer-Manager haben keine Nummern. Sie werden mit unterdr\u00fcckter Nummer angerufen, behaupten sie zumindest. Ob das so stimmt kann ich nicht beurteilen. Da ich generell gutgl\u00e4ubig bin, nehme ich es ihnen mal ab. Robert allerdings nicht. Er f\u00e4ngt langsam an zu toben, dass er endlich mit einem Verantwortlichen sprechen m\u00f6chte. Dies macht die Sache leider auch nicht besser. Daf\u00fcr machen wir beide jetzt mal gute Miene zum b\u00f6sen Spiel und gehen zu unserer Gruppe auf das Vorfeld.<\/p>\n<p>Eine Maschine hat einen platten Reifen am Hauptfahrwerk. Was unter normalen Umst\u00e4nden nervig ist, l\u00e4sst mich heute v\u00f6llig kalt. Die Pilotin und der Pilot des Flugzeugs wechseln den Reifen in Rekordgeschwindigkeit. Eine beeindruckende Leistung \u2013 alle Maschinen sind wieder startklar. Bringt nur leider nichts. Immer noch keine Starterlaubnis. Nun m\u00fcssen Robert und ich die schlechte Nachricht \u00fcberbringen. \u201eWir kommen hier nicht weg und wissen auch nicht, wie lange wir hier festgehalten werden\u201c, teilt Robert den ungl\u00e4ubig schauenden Teilnehmern mit. Ich What\u00b4s appe wieder mit Heike und Yago. Sie versprechen mir alles in ihrer Macht Stehende zu unternehmen. Bei diesen beiden wei\u00df ich definitiv, dass dies keine leeren Worte sind. Nun ist es schon Mittag und es ist kein Ende in diesem Drama abzusehen. Wir beschlie\u00dfen in dem Restaurant, zu dem uns Jamie wieder f\u00e4hrt, abzuwarten. W\u00e4hrend dessen telefoniert Robert mit der deutschen Botschaft. Er schildert die ganze Problematik und bittet um Hilfe. Zuerst ist der Herr am Telefon \u00a0nicht so davon \u00fcberzeugt etwas machen zu k\u00f6nnen, dann sichert er aber seine Hilfe zu. Bei grottenschlechtem Essen warten wir ab und f\u00fcgen uns unserem Schicksal.<\/p>\n<p>Nun ist es schon so sp\u00e4t, dass wir selbst, wenn wir sofort starten d\u00fcrfen, es nicht mehr bis Marokko schaffen. Es gibt nur eine M\u00f6glichkeit &#8211; zur\u00fcck ins Hotel fahren. Zum Gl\u00fcck haben sie noch gen\u00fcgend Zimmer f\u00fcr uns. Da wir keine Ahnung haben, wann wir von Granada wegkommen, beschlie\u00dfen Robert und ich, morgen einen freien Tag in Granada auszurufen. Die Teilnehmer k\u00f6nnen den Tag dann zumindest genie\u00dfen und m\u00fcssen nicht auf dem Vorfeld oder in kulinarisch zweifelhaften Restaurants herumlungern. Wir haben dann etwas Luft um unser Problem irgendwie zu l\u00f6sen.<\/p>\n<p>Den Abend verbringen wir in einem Restaurant mit toller Aussicht auf die beleuchtete Alhambra (<a href=\"http:\/\/miradordemorayma.com\">http:\/\/miradordemorayma.com<\/a>). Das Restaurant ist \u00e4hnlich wie ein Riad angelegt und ich f\u00fchle mich fast schon, wie in Marokko.<\/p>\n<p>Die Idee mit dem freien Tag in Granada war in der Theorie gut, in der Praxis leider ganz schlecht. Ab morgen ist hier ein \u00c4rztekongress und ganz Granada ist ausgebucht. Die Nacht verbringe ich damit, eine Unterkunft f\u00fcr Morgen zu finden. Letztendlich haben wir einen Bus ausfindig gemacht, mit dem wir zur K\u00fcste fahren k\u00f6nnen. Dort gibt es noch bezahlbare Hotelkapazit\u00e4ten. Wenn\u00b4s l\u00e4uft, dann l\u00e4uft\u00b4s auch wenn\u00b4s Schei\u00dfe l\u00e4uft. Super, wie sollen wir das der Gruppe jetzt erkl\u00e4ren?\u00a0Wir rufen eine Krisensitzung ein.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Robert verk\u00fcndet, dass wir ein Hotelproblem haben, erhalte ich einen Anruf von Yago. Er sagt mir, dass die AESA Oberchefin die Startgenehmigung unterschrieben hat. Diese soll mir gleich zugemailt werden. Es macht &#8222;pling&#8220;. Ich habe eine What\u00b4s app bekommen &#8211; von der AESA. Ein AESA Mitarbeiter sendet mir eine Whats app mit der Startgenehmigung?!? Ich habe es mir schon lange abgew\u00f6hnt, mich zu wundern oder die Welt verstehen zu wollen. Zuerst melden sie sich gar nicht und dann sogar \u00fcber What\u00b4s app. Wir d\u00fcrfen auf einer exakt vorgeschriebenen Route aus der Kontrollzone ausfliegen. Eine vorgegebene Strecke durch die Berge, maximal 1.000 Fu\u00df \u00fcber Grund und auch \u00fcber dem Meer, im spanischen Luftraum, nicht h\u00f6her als die omin\u00f6sen 1.000 Fu\u00df. Egal, Hauptsache die Genehmigung ist da. Das l\u00f6st zumindest unser Hotelproblem. Allerdings nicht das Problem, dass wir so auf keinen Fall sicher nach Marokko kommen. Der Levante bl\u00e4st aus vollen Backen. An der K\u00fcste liegt die Bew\u00f6lkung auf den Gipfeln auf. Die Aussicht auf 1.000 Fu\u00df bei Starkwind 130 km \u00fcber das Meer bis zum marokkanischen Luftraum zu fliegen, stimmt mich nicht gerade fr\u00f6hlich. Mit schnellen Flugzeugen ist dies eventuell machbar, da diese Reserve haben umzudrehen, wenn es nicht geht. Mit den langsamen Maschinen k\u00f6nnen wir es nicht verantworten.<\/p>\n<p>Auf der Fahrt zum Flughafen arbeiten Robert und ich \u00a0einen Plan B aus. Dieser hei\u00dft Cordoba. Einfach nur weg aus Granada und in Cordoba darauf warten, dass sich der Wind beruhigt. Nur sind nicht alle mit dem Plan einverstanden. Vier Piloten aus der schnellen Gruppe sowie der Pilot der Echo Maschine m\u00f6chten unbedingt nach Marokko fliegen. Und zwar jetzt. Es sind eigenverantwortliche Piloten und wenn sie meinen, dies zu tun, dann sollen sie es. Macht f\u00fcr Robert und mich die Sache nur leider nicht einfacher. Wir m\u00fcssen nun dem Tower klar machen, dass wir in zwei Gruppen auf zwei unterschiedlichen Routen mit unterschiedlichen Zielen zu starten gedenken. Wir bekommen sowohl vom Tower als auch per Whats\u00b4s app, genaue Verhaltensweisen mitgeteilt. Eine davon ist, dass die Gruppen mit mindestens f\u00fcnf Minuten Abstand voneinander starten m\u00fcssen. Jamie hat gerade den Flugplan f\u00fcr die Echo-Maschine eingegeben, als deren Pilot mir mitteilt, dass er doch nicht nach Marokko will, sondern mit uns nach Cordoba kommt. &#8222;Super&#8220;, grummele ich vor mich hin und sage Jamie, dass er den Flugplan gleich wieder l\u00f6schen kann. Mein Handy &#8222;plingt&#8220; ohne Pause. Ich bekomme eine SMS nach der anderen. Einige Teilnehmer maulen, dass dies so lange dauert und sie wegwollen und was das soll, dass es so lange dauert und dass gef\u00e4lligst alle nach Cordoba sollen und so weiter und so fort. Angemault werde grunds\u00e4tzlich immer nur ich. Ich glaube sie sp\u00fcren, dass sie bei Robert keinen Erfolg haben mit maulen. Ich versuche immer es allen Recht zu machen. Vielleicht lerne auch ich \u00a0mal, dass dies gar nicht m\u00f6glich ist. Robert platzt nun der Kragen und er verschwindet auf dem Vorfeld.<\/p>\n<p>Seine Ansprache an die Gruppe muss beeindruckend sein. Ich bekomme keine \u201eMeckerSMS\u201c mehr und kann in Ruhe die letzten Dinge kl\u00e4ren um es den nun 4 Piloten und einer Co-Pilotin zu erm\u00f6glichen nach Marokko zu fliegen. Dann geht es mal wieder an das Bezahlen. Der Flughafen Granada verlangt f\u00fcr den zus\u00e4tzlichen Tag Parkgeb\u00fchren. Robert ist der Meinung, dass wir nicht bezahlen. Es ist ja schlie\u00dflich nicht unsere Schuld, dass wir noch hier sind. Soll doch die AESA oder die AENA (Flugplatzbetreiber) daf\u00fcr aufkommen. Wir auf jeden Fall nicht. Ich z\u00fccke dann doch den Geldbeutel. In der Sache hat Robert ja recht, aber wir sitzen hier einfach am k\u00fcrzeren Hebel. Wenn ich jetzt nicht bezahle, dann gibt es, diesmal vom Tower, keine Startgenehmigung.<\/p>\n<p>Wir machen alle zusammen ein gemeinsames Briefing. Leader der Gruppe nach Cordoba ist Robert. Der Leader der \u201eMarokkaner\u201c bekommt von mir noch ein eigenes pers\u00f6nliches Briefing mit den Verhaltensweisen. Ich lasse ihn schriftlich, per What\u00b4s app, was ja jetzt mein g\u00e4ngiges Kommunikationsinstrument mit der AESA ist, best\u00e4tigen, dass er sich an die Regeln h\u00e4lt. Eine davon ist erst dann um den \u201eEngine Start\u201c zu bitten, wenn die Cordobagruppe gestartet ist. Der Cordoba Flugplan ist f\u00fcr 14 Uhr, der Marokkoflugplan f\u00fcr 14:30. Inzwischen ist es zwar schon fast 14:30 Uhr, aber es ist ja wohl klar, dass sich dann alle Flugpl\u00e4ne um 30 Minuten verschieben. Zumindest mir ist dies klar, anderen wohl nicht. Robert bittet f\u00fcr Cordoba um \u201eEngine Startup\u201c. Dies wird ihm auch sofort gew\u00e4hrt. Wir starten die Motoren. Dann glaube ich, meinen Ohren nicht zu trauen. Der Marokkoleader fragt ebenfalls nach \u201eEngine Startup\u201c. Was soll denn das? Haben wir nicht ausf\u00fchrlich besprochen, dass er zu warten hat, bis wir weg sind? Er kann Gott und Allah und s\u00e4mtlichen G\u00f6ttern der Erde Danken, dass ich nicht mehr aus der FK9 h\u00fcpfen kann, da auch unser Motor schon l\u00e4uft. Ich h\u00e4tte ihn in der Luft zerrissen. Robert und ich haben den gestrigen Tag und die halbe Nacht hindurch organisiert und zumindest ich habe nicht geschlafen, alles daf\u00fcr getan, dass wir hier aus Granada wegkommen. Dann ist es ja wohl nicht zu viel verlangt, sich an die Auflagen zu halten. Es braucht viel, bis ich sauer werde, gerade bin ich aber auf 180. Es kommt dann auch so, wie es kommen muss. Der Tower hat keine Ahnung mehr, wer jetzt wohin will und wer zu wem geh\u00f6rt, da die Transponder in beiden Gruppen vom 7001 \u00fcber 7002, 7003, 7004, u.s.w. bis zur Anzahl der Maschinen gerastet sind. Zur Kr\u00f6nung dr\u00fcckt sich der Marokkoleader auch noch vor und Marokko startet vor der Cordobagruppe. Das Chaos ist perfekt. Ich platze fast vor Wut. Ohmmmmm wird zu meinem Mantra.<\/p>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-1525 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/abenteuerpiloten.de\/?attachment_id=1469'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/abenteuerpiloten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/CEC707A1-F957-475E-B115-9AA0E5323B8C-150x150.jpeg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-1469\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1469'>\n\t\t\t\tViel Platz auf dem leeren Vorfeld in Granada\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/abenteuerpiloten.de\/?attachment_id=1470'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/abenteuerpiloten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/85115EEB-506D-4D38-8896-DCF218DE6E08-150x150.jpeg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-1470\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1470'>\n\t\t\t\tam Pool l\u00e4sst es sich aushalten\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/abenteuerpiloten.de\/?attachment_id=1510'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/abenteuerpiloten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/2DFD9FFD-8AB5-4ACC-9152-A061E31B29DD-150x150.jpeg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-1510\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1510'>\n\t\t\t\tunser Follow me in Granada\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/abenteuerpiloten.de\/?attachment_id=1511'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/abenteuerpiloten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/74A67911-3FB8-4535-8038-2D3C37AB5DE2-150x150.jpeg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-1511\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1511'>\n\t\t\t\tKreisl\u00e4ufer &#8211; Robert in einem frei zug\u00e4nglichen Bereich der Alhambra \n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/abenteuerpiloten.de\/?attachment_id=1471'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/abenteuerpiloten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/9F91E54F-C980-4383-BC12-EA36CF00AF61-150x150.jpeg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-1471\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1471'>\n\t\t\t\tAlhambra in der Nacht\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der Landung kommt gleich Jamie und der Tankwagen. 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